Nützliche Infos für Eltern
(Nützliche
Infos für Eltern)
Überschrift:
Die richtige Wahl
Was tun, wenn Ihr Sprössling Anstalten macht sauber zu
werden? Die erste Frage stellt sich nach dem passenden Sitz.
Auf einem herkömmlichen Toilettensitz verliert das Kind
schnell den Halt und die Balance. Angst und Unsicherheit sind
die Folge und das ist fürs Trockenwerden nicht gerade
förderlich. Töpfchen oder WC-Aufsätze dagegen
sind sperrig und haben zur Folge, dass Ihr Kind irgendwann
wieder "umlernen" muss, wenn es auf die große
Toilette geht.
Eine praktische Hilfe ist hier ein Kinder-WC-Sitz. Ein kindgerechter
Sitz bietet sicheren Halt für den Kinderpo und garantiert
entspannten Sitz. Und wenn dann noch Kinder- und Erwachsenensitz
in einem Teil daherkommen, steht dem Trockenwerden nichts
mehr entgegen.
Überschrift:
Wann ist es soweit?
Mit zwei bis zweieinhalb Jahren können die Kinder langsam
ihre Blase und ihren Darm beherrschen - das Kind merkt von
selbst, wenn es mal muss. Am besten ist, Sie machen nicht
viel Wind um die ganze Sache, übermäßiges
Strafen oder Belohnen schafft eher Widerstände, als es
etwas bringt.
Nehmen Sie Ihr Kind mit, wenn Sie selbst zur Toilette gehen,
damit es sieht, was da passiert und das nachahmen möchte.
Und seien Sie gelassen bei "Rückfällen"
- ca. die Hälfte aller Kinder schaffen das Sauberwerden
bis zum dritten Geburtstag - die anderen eben später!
Unterstützen
Sie Ihr Kind aber bei diesem wichtigen Schritt, indem Sie
sein Körpergefühl und sein Selbstbewusstsein stärken.
Das macht den Abschied von der Windel leichter und gibt viel
Mut.
Zwischenüberschrift:
Geduld statt Druck
In Sachen Sauberwerden können Eltern nichts erzwingen.
Warten Sie ab. Meist signalisiert es selbst, wann der richtige
Zeitpunkt gekommen ist. Das sind die ersten Signale:
Das Kind zieht sich zurück, wenn es in die Windel macht.
" Es lässt sich nicht mehr gerne wickeln.
" Es melde sich , wenn die Windel voll ist
" Es begleitet Eltern und Geschwister auf die Toilette.
Jetzt
können Sie Ihrem Kind Topf oder Toilette (mit Kinder-WC-Sitz)
anbieten - immer wieder, aber ohne Druck: Kommt nichts - kein
Problem! Wenn es geklappt hat, sollten Sie wissen: Alle Kinder
sind mächtig stolz auf ihr "Produkt", sie ekeln
sich nicht. Deshalb haben manche Kinder Probleme mit der Toilettenspülung:
Für sie verschwindet damit ein Teil von ihnen. Wenn Ihr
Kind verstört reagiert, sollten Sie den Töpfchen-
bzw. Toiletteninhalt nicht in seiner Gegenwart entsorgen.
Umgekehrt gibt es Kinder, die geradezu darum betteln, auf
den Spülknopf drücken zu dürfen.
Zwischenüberschrift:
Voraussetzungen, um sauber zu werden:
" Das Kind muss am Druck in Blase und Darm erkennen,
dass es "muss".
" Es muss seine Blasen- und Darmmuskulatur benutzen können
(ganz kontrollieren kann es sie frühestens mit drei Jahren.
" Es sollte den Zusammenhang zwischen Pipi-machen-Müssen
und dem Entleeren seiner Blase erkannt haben.
" Es sollte Handlungen auf später verschieben können.
Zwischenüberschrift:
Wann kommt der Erfolg?
Erwarten Sie bitte nicht, dass Ihr Kind plötzlich sauber
wird. Es durchlebt einen Entwicklungsprozess, der rund zwei
Jahre dauert und während dessen es viele "Unfälle"
und Rückfalle gibt.
Studien zeigen, dass zu frühes, strenges Töpfchentraing
den Prozess des Sauberwerdens verlängert.
Lassen Sie sich nicht auf einen Wettstreit unter Eltern ein,
welches Kind am schnellsten sauber ist. Auch indirekter Druck
behindert die natürliche Entwicklung.
Ein dauerhafter Verzicht auf Windeln ist frühestens ab
drei möglich. Mit fünf sollte ein Kind nur noch
selten in die Hose oder ins Bett machen. Ist das nicht der
Fall, berät der Kinderarzt.
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